Sammelaktion Kriegsgräberfürsorge gestartet

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Noch bis Ende des Jahres läuft die Haus- und Straßensammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Der Erlös geht in die Pflege von Kriegsgräbern in Europa, aber auch in Jugendarbeit.

Von Kathrin Janout

Auftakt zur Spendenaktion: Der Ammerländer Landrat Jörg Bensberg und Rastedes Bürgermeister Lars Krause trafen sich am Vormittag auf dem Wochenmarkt, um gemeinsam für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge zu sammeln. Damit eröffneten sie die Haus- und Straßensammlung, die noch bis Ende des Jahres andauern wird. „Im Ammerland werden wir von Einzelpersonen, aber auch von Gruppen wie den Jugendfeuerwehren unterstützt“, sagt Jörg Bensberg.

Der Volksbund kümmert sich im Auftrag der Bundesregierung um die deutschen Kriegsgräber in aller Welt und ist auf Spenden angewiesen. „Im Ammerland sammeln wir jedes Jahr etwa 20 000 Euro“, so Bensberg. Dieses Geld werde dann für die Betreuung der Kriegsgräber in ganz Europa verwendet. Auch die Bearbeitung von Suchanfragen wird durch die Sammlungen mitfinanziert. Ein Teil des Erlöses gehe außerdem in die Jugendarbeit. Dazu zählen Bildungsangebote, Workcamps und der Besuch von Referenten in Schulen. Die Gedenkarbeit auf den Kriegsgräberstätten solle Wege aufzeigen, wie man friedlich und in Freiheit leben könne. „Der Besuch einer Grabstätte mit teilweise 30 000 Kreuzen ist schon beeindruckend“, so Bensberg. „Wir sind die erste Generation, die keinen Krieg miterlebt hat. Wir kennen nur Friedenszeiten, Wohlstand und Sicherheit.“ Deshalb müsse man die Menschen daran erinnern, dass Frieden kein Geschenk sei. Dem stimmte Lars Krause zu. Man müsse dankbar sein, so Krause. „Wir haben elf Ehrenmale in der Gemeinde Rastede. Darum kümmern sich mittlerweile auch Jugendliche. Das ist wichtig.“

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge unterhält und betreut in fast 100 Ländern rund 850 Kriegsgräberstätten mit mehr als 2000 Gräbern meist deutscher Soldaten. „Der Respekt vor den Toten besteht gerade darin, dass an ihre Namen und ihre Geschichte erinnert wird. Auch aus diesem Grund ist jede Kriegsgräberstätte ein Lernort“, lautet eine Verbandsmaxime.

„Das Bewusstsein schwindet und damit auch die Bereitschaft zu spenden“, bedauert Jörg Bensberg. Deshalb sei es wichtig, immer wieder zu erklären, wofür das Geld gebraucht werde.

 

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