Mit dem „Gespenst von Canterville“ in die Pause

0

Gemeindebücherei verabschiedet sich mit Aktionstag in eine dreieinhalb-wöchige Zwangspause. Die feierliche Wiedereröffnung findet am 23. November statt.

rr | Finaler Akt bei der Umgestaltung der Rasteder Gemeindebücherei: Ab dem 31. Oktober bleibt die Einrichtung für dreieinhalb Wochen geschlossen. In dieser Zeit wird das Hauptgeschoss renoviert und mit neuen Möbeln ausgestattet. Bevor es soweit ist, verabschiedet sich die Bibliothek mit einem Aktionstag von allen Nutzern.

Normalerweise ist die Gemeindebücherei mittwochs für die Öffentlichkeit geschlossen und nur den Schülern vorbehalten, doch am 30. Oktober wird hiervon eine Ausnahme gemacht: „Von 10 bis 13 Uhr besteht noch einmal die Möglichkeit zur Ausleihe“, erläutert Bibliotheksleiterin Nicole Tielker. Später stellt dann der Vortragskünstler Erik Wikki sein Können unter Beweis, und das gleich zwei Mal: Um 16 Uhr erwartet Kinder ab sieben Jahre eine altersgerechte Variante von „Das Gespenst von Canterville“. Die spannend gestaltete Lesung dauert etwa 45 Minuten. Kinder bezahlen zwei Euro Eintritt, Erwachsene vier.

Autor und Hörbuchsprecher Wikki hat die bekannte Erzählung von Oscar Wilde auch für Erwachsene modernisiert. Diese Version gibt er ab 19 Uhr zum Besten. Schon das Original bietet reichlich Komik, verrät Tielker: „Es geht um eine amerikanische Familie, die trotz aller Warnungen vor dem dort spukenden Sir Simon ins Schloss Canterville einzieht und dem armen Geist mit ihrer ganz besonderen Art den letzten Nerv raubt.“ Man darf sich sicher sein, dass Wikki dieses Stück aus dem späten 19. Jahrhundert mit sehr viel Sinn für Humor in die heutige Zeit „übersetzt“ hat. Der Eintritt kostet sechs Euro. Karten sind ab Dienstag, 8. Oktober, in der Gemeindebücherei erhältlich.

Neue Möbel für die gesamte Etage

Nach dem Feiertag am 31. Oktober beginnt in der Gemeindebücherei die Renovierung und Umgestaltung des Hauptgeschosses. Der Holzbußboden wird abgeschliffen und anschließend neu versiegelt, die Wände bekommen einen frischen Anstrich. Doch das ist längst nicht alles: „Die gesamte Etage wird mit neuen Möbeln ausgestattet“, berichtet Tielker. Die vorhandenen Regale und die Servicetheke sind nicht nur mehr als 30 Jahre alt, sie entsprechen vor allem nicht mehr den Bedürfnissen des heutigen Bibliotheksbetriebs. „Der alte Tresen ist einfach falsch proportioniert“, sagt Tielker. Mit anderen Worten: Er bietet viel Platz dort, wo er eigentlich überflüssig ist, und wenig Kapazitäten dort, wo sie dringend benötigt werden. Das wird sich dank einer neuen Servicetheke ändern.

Mehr Platz für kleine Veranstaltungen

Auch der Sachbuch-Bereich wird grundlegend umgestaltet und dabei an die heutigen Bedürfnisse angepasst. „Wir haben sehr häufig die Rückmeldung bekommen, dass es an Arbeitsplätzen sowohl für Einzelne als auch für Kleingruppen mangelt“, berichtet die Büchereileiterin. Zugleich hat sich gezeigt, dass sich die Nutzung von Sachbüchern zu vielen Themenbereichen durch die Verwendung entsprechender  Internetquellen schlichtweg erübrigt. „Durch eine sinnvolle Reduzierung des Medienbestands und die Ausstattung mit flexiblem Mobiliar können wir im Sachbuch-Bereich künftig Raum für mehr Arbeitsplätze, aber auch für kleinere Veranstaltungen schaffen“, sagt Tielker. Auch der Rest der oberen Etage wird mit neuen Regalsystemen ausgestattet. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt gut 45.000 Euro.

Am Samstag, 23. November, ist dann die feierliche Wiedereröffnung der Gemeindebücherei geplant. Zusammen mit dem neuen Bürgermeister, Lars Krause, sollen die neu gestalteten Räume ab 10 Uhr allen Interessierten vorgestellt werden. Übrigens: Die beliebte Lichternacht am 8. November muss trotz der Renovierungsarbeiten nicht ausfallen. Da das Untergeschoss der „Villa Wächter“ über einen separaten Eingang zu erreichen ist, kann dort der Bücherflohmarkt stattfinden, im Garten können Kinder auch in diesem Jahr wieder auf Schatzsuche gehen.

 

 

 

 

 

Teilen und posten