Mission zum Mond, Landung auf dem Mars

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Am Freitag, 1. November, 19 Uhr, spricht der ehemalige Astronaut Dr. Thomas Reiter im Ev. Bildungshaus über „Die Erkundung des Weltraums“

Von Britta Lübbers

„Unser Mann im All“, so wurde Thomas Reiter in Rastede genannt, als er von Juli bis Dezember 2006 als Flugingenieur mit der Internationalen Raumstation ISS im Orbit unterwegs war. Die ganze Welt sah dem Wahnbeker und seinem Team dabei zu, wie sie wiederholt die Erde umrundeten, Experimente durchführten und den Weltraum plötzlich gar nicht mehr so weit entfernt erscheinen ließen.

In seinem Vortrag „Die Erkundung des Weltraums – von der ISS zu Mond und Mars“ wird der ehemalige Raumfahrer, Brigadegeneral der Luftwaffe und Koordinator der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) darüber sprechen, wie sehr der Blick „von dort oben“ seine Sicht auf die Menschen und das Universum verändert hat, aber auch wie die Mondlandung 1969 ihn als Jungen inspirierte und seinen Entdeckergeist weckte. Zudem wird Reiter einen Blick in die Zukunft der Raumfahrt werfen und mögliche ESA-Projekte wie Missionen zum Mond oder die Landung auf dem Mars vorstellen.

Der Vortrag ist Teil der Veranstaltungsreihe zum Humboldtjahr im Ev. Bildungshaus Rastede. Thomas Reiters Erkenntnis „Alles ist Wechselwirkung!“ sei eine Weltsicht, die er mit dem Universalgenie und Weltreisenden Alexander von Humboldt (1769-1859) teile, meinen die Veranstalter. „Beide sind Entdeckungsforscher, deren universelle Sicht sich durch ihre Reisen verändert hat und die an die Zerstörung und Schutzlosigkeit der Welt erinnern“, heißt es in der Ankündigung. Alexander von Humboldt habe die Welt global betrachtet, er habe gewusst, dass natürliche, ökologische und kulturelle Gegebenheiten miteinander verknüpft sind und in gegenseitiger Abhängigkeit voneinander stehen. Nachzulesen ist dies auch in seinen Reisetagebüchern.

Thomas Reiter umrundete die Erde insgesamt 5600 Mal. Vor der ISS-Mission gehörte er zur Crew der russischen Raumstation MIR. Er verbrachte 350 Tage im Weltraum und schwebte bei Außeneinsätzen 14 Stunden und 16 Minuten im unbegrenzten All.

„Thomas Reiter ist gerade deshalb ein passender Gast innerhalb der Veranstaltungsreihe, da er wie Alexander von Humboldt ein Entdeckungsforscher ist, dessen Sicht auf die Welt und die Zusammenhänge der Menschheit sich durch seine Forschungsreisen prägend verändert hat“, betont die Leiterin der Ev. Akademie, Martina Rambusch-Nowak.

Der Eintritt zum Vortrag ist frei. Anmeldungen bis zum 28. Oktober unter Tel. 04402 / 9 28 40 oder per E-Mail an: info@hvhs.de.

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