Erst ein Kurzschluss, dann eine Leiche

Spannend geht es zu in der Krimi-Komödie „Moord in Aspik“ des Flüsterkasten Loy. Bei der Premiere gab es viel Applaus für die bestens aufgelegten Darsteller.

Von Anna Papenroth

Schon bei der Auswahl der Kriminalkomödie „Moord in Aspik“ von Christa Margret Rieken (plattdeutsche Übersetzung von Heino Buerhoop) hatte Regisseurin Meike Knapp die Rollenbesetzung im Kopf. Ihre Wahl war gut, denn die Akteure überzeugten ausnahmslos in ihren Rollen.

Christian Freels demonstrierte als Fernsehkoch Anton Bratbeker seine Kochkunst mit „Ente in Aspik“ derart überzeugend, dass so mancher Zuschauer im Saal das Rezept gerne mitgeschrieben hätte. Andrea Herder als seine Ehefrau Eva erinnerte den von sich total überzeugten Sternekoch an den bevorstehenden Urlaub und brachte auch schon den einen oder anderen Koffer auf die Bühne. Zur Verabschiedung erschien auch ihr gemeinsamer Freund und Scheidungsanwalt Rudi Fricke (sehr gut gespielt von Klaus Dörgeloh). Rudi hatte mal eine Affäre mit Eva und umgarnte sie immer noch. Bratbeker übte unterdessen für seinen Fernsehauftritt. Durch die Benutzung eines in die Jahre gekommenen elektrischen Pürierstabs löste er dabei einen Kurzschluss aus, die Bühne lag plötzlich im Dunkeln, die Zuschauer hörten einen Schrei – und als das Licht wieder anging, lag eine Leiche auf dem Boden und Anton hatte ein blutiges Messer in der Hand. Und von nun an musste das Publikum mitdenken. Was tun mit der Leiche? Und wer ist diese Leiche? Als dann auch noch Antons und Evas Sohn Kevin in Begleitung seiner Freundin Konstanze Rauschgift in Puderzuckerdosen versteckte, war das Verwirrspiel perfekt. Timo Krummacker als Kevin und Kerstin Hullmann als Konstanze spielten das Gaunerpärchen so komisch, dass sie immer wieder Szenenapplaus erhielten.

Silvia Baumgartner als Kommissarin Schubinski, Olaf Hots als Boris und Christian Alberts als Schifffahrtsangestellter komplettierten das Ensemble. Alle spielten mit sichtlichem Vergnügen, und die Zuschauer genossen eine spannend-witzige Aufführung. Olaf Geve als Topuster hatte einen ruhigen Abend, denn die Akteure waren allesamt textsicher.

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