Die Liebe lässt Eis und Kinderherzen schmelzen

In ein Märchenland aus Eis und Kälte entführt wurden die Zuschauer beim Ballett „Die Schneekönigin“, das die Tanzschule am Park Rastede am Wochenende in der Neuen Aula in Rastede aufführte

Von Holger Fraas

Mehr als 60 Tänzerinnen und Tänzer zeigten in prachtvollen Bildern die Geschichte von der jungen Gerda und ihrer Suche nach ihrem Freund Kay, der von der Schneekönigin in ihr Reich entführt wurde.

In der berühmten Geschichte von Hans Christian Andersen entführt die Schneekönigin den kleinen Kay während des Spielens. Kays Herz wurde von einer Spiegelscherbe getroffen und verwandelte sich in Eis. Als sich Kays Freundin Gerda auf die Suche nach ihm macht, muss sie viele abenteuerliche Situationen überstehen. Schließlich gelingt es ihr, den Palast der Schneekönigin zu finden, in dem Kay gefangen ist und zu Eis zu gefrieren droht. Mit Mut und Liebe kann sie ihn befreien und die Königin vernichten.

Beim Tanz der Teufel war das Bühnenbild ganz in Rot getaucht

Das reduzierte, teilweise in verschiedene Farben getauchte Bühnenbild richtete ganz den Blick auf Musik und Tanz. So war die Bühne zu Beginn beim Tanz der Teufel ganz in Rot getaucht, während die Schneekönigin von einem kühlen kalten Blau begleitet wurde. Das klassische Ballett der älteren Mitwirkenden wurde ergänzt durch das kindliche Spiel der jüngeren Tänzer, vor allem bei den Szenen, in denen es um das Spielen der Kinder ging. Die eisige Kühle der Schneekönigin wurde wunderbar von Maite Heinen dargestellt, die mit klassischer Eleganz tanzte. Im Kontrast dazu spielten Jana Strangmann und Laure Marie Reuter kongenial die Rollen der Gerda und des Kay, die durch Lebensfreude und Farbenpracht brillierten. Da schmolz nicht nur das gefrorene Herz von Kay, sondern auch die Herzen der großen und kleinen Zuschauer.

Das Spiel der jüngeren Mitwirkenden bildete einen farbenfrohen Kontrast zum klassischen Ballett der älteren Tänzerinnen und Tänzer

Diese waren vom Spiel der Mitwirkenden begeistert und klatschten nach jeder Szene frenetisch. Und auch am Schluss gab es minutenlangen Beifall, sogar einige Bravorufe waren zu hören. Bestens gelaunt, winterlich eingestimmt und mit vom Klatschen heißen Händen verließen zufriedene Zuschauer die Aufführung.

Man darf gespannt sein, welches Stück die Ballettschule am Park sich für das nächste Jahr vornehmen wird. Die diesjährige Aufführung, die auch gleichzeitig das 15-jährige Bestehen der Schule feierte, wird fast nicht zu überbieten sein.

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