Geschichten über eine weitgehend Unbekannte

Am kommenden Sonntag, 25. November, spricht Palaisleiterin Dr. Claudia Thoben über „Cäcilie, Großherzogin von Oldenburg (1807-1844)“. Der Vortrag ist Teil der Reihe „FrauenLeben in Ostfriesland“.

 

rr | Ziel der Reihe ist es, „FrauenLeben“ in der Region kulturell, wissenschaftlich, touristisch und historisch darzustellen und allgemein zugänglich zu machen. Auf Initiative und in Zusammenarbeit mit Anke Wilken, Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Rastede, lädt der Kunst- und Kulturkreis Rastede (KKR) zu einem Vortrag über Cäcilie, Großherzogin von Oldenburg ein.

Cäcilie, geborene Prinzessin von Schweden, hatte im Mai 1831 den bereits zweimal verwitweten Großherzog von Oldenburg geheiratet und wurde Stiefmutter seiner drei Kinder. Da ihre persönlichen Aufzeichnungen auf ihren Wunsch hin vernichtet wurden, muss ihr Bild aus verschiedenen Quellen zusammengefügt werden. Aus Zitaten und Berichten versucht Palaisleiterin Dr. Claudia Thoben, sich der Person Cäcilies anzunähern.

War sie tatsächlich arrogant oder nur schüchtern? War sie übertrieben ängstlich und wehleidig? Inwieweit war sie in ihrer Rolle und der Hofetikette gefangen? Konnte sie sich in Rastede oder bei Reisen nach London und Paris Freiräume schaffen? Wie stark waren der Druck und der Wunsch nach eigenen Kindern, wie schmerzhaft Fehlgeburten und der frühe Tod zweier Söhne?

Wie mag sich die Prinzessin, die am Karlsruher und Wiener Hof aufgewachsen war, in der Residenzstadt im Nordwesen gefühlt haben? Welche Impulse gab sie als Landesmutter und Liebhaberin der Künste? Die Gründung der Cäcilienschule als höhere Töchterschule geht auf sie zurück, ebenso die Einrichtung des festen Theaters und einer Hofkapelle.

Der Vortrag im Palais, der um 15 Uhr beginnt, wird diese und andere Themen vertiefen.

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