In kurzer Zeit gebaut, für lange Zeit geplant

Kindergarten Buschweg feiert offizielle Inbetriebnahme. Nach Beginn der Bauarbeiten im März konnten die ersten Kinder bereits Ende Mai aufgenommen werden. Mittlerweile sind die letzten Arbeiten fertiggestellt.

Von Kathrin Janout

Nur drei Monate hatte der Bau des neuen Kindergartens Buschweg gedauert, schon brachten die ersten Kinder Leben in die Bude. Ende Mai startete der Betrieb mit zwei Gruppen. Ab dem ersten Tag gab es Mittagessen und Ganztagsbetreuung. Längst waren zu dieser Zeit noch nicht alle Arbeiten vollständig abgeschlossen. „Es war nicht immer einfach, wenn die Handwerker hier ein und aus gingen“, gab Kindergartenleiterin Rita Ulrich-Helms heute bei der offiziellen Inbetriebnahme zu. Für die Kinder sei es zwar spannend gewesen, die Bauarbeiten zu beobachten, für die Erwachsenen aber eher anstrengend. „Wir alle haben den Start trotzdem ganz gut hinbekommen“, so Ulrich-Helms. „Nun fühlen wir uns hier sehr wohl.“

Gemeinsam mit Bürgermeister Dieter von Essen gab sie an diesem Nachmittag auch den letzten Teil des neu gestalteten Spielplatzes frei. Die Kinder stürmten sofort den steilen Hügel, auf dem eine Rampe, eine Hängebrücke und eine Rutsche zu kleinen Abenteuern auffordern. Bisher hatten sie nur einen Teil des Spielplatzes zur Verfügung gehabt, anfangs mussten sie sich sogar als Gäste auf dem Gelände des benachbarten Kindergartens Feldbreite vergnügen.

Dass es möglich war, diesen Kindergarten in so kurzer Zeit fertigzustellen, lag an dem vorgefertigten Modulsystembau, für den sich Politik und Verwaltung entschieden hatten. „Anfang April wurden die Raummodule angeliefert und aufgestellt“, berichtete Bürgermeister Dieter von Essen. „In den folgenden sieben Wochen wurden diese dann ausgebaut und ausgestattet.“

Architekt Oliver Ohlenbusch vom Rasteder Planungsbüro Gruppe omp wies darauf hin, dass es sich dabei trotzdem nicht um eine Kurzzeitlösung handele. „Wir wollten ein langfristiges Gebäude schaffen von hoher Qualität.“ Die Holzfassade, eine verspielte Optik und die kindgerechte Gestaltung seien hierbei nicht selbstverständlich. Anders als in anderen Kommunen habe man in Rastede aber Zeit bekommen, auf diese Weise planen zu können. Das Gebäude sei zudem inklusiv ausgearbeitet, so Ohlenbusch. Beispielsweise habe man besonderen Wert auf eine gute Akustik gelegt. „Die Kinder sollen sich hier wohlfühlen“, betonte er. „Und auch die Erzieherinnen können hier hoffentlich positiv und engagiert arbeiten.“ Acht Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind für die 48 Kinder zuständig, davon sechs pädagogische Mitarbeiterinnen, eine Haushaltshilfe und ein Hausmeister. „Das Gebäude ist wirklich schön geworden“, sind sie sich einig. „Ein gutes Miteinander ist hier möglich.“

 

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