Lars Krause möchte Bürgermeister werden

Der SPD-Vorstand hat sich entschieden: Ratsherr Lars Krause soll 2019 bei der Bürgermeisterwahl in Rastede antreten. Ende Oktober stellt er sich dem Votum der SPD-Mitglieder.

Von Britta Lübbers

„Zuhören und die Bürger beteiligen“, das antwortet Lars Krause auf die Frage, welche Schwerpunkte er setzen möchte. Zum heutigen Gespräch in die Redaktion der rasteder rundschau sind auch der Fraktionsvorsitzende Rüdiger Kramer und der Ortsvereinsvorsitzende Wilhelm Janßen gekommen.

Kramer, der bei der letzten Bürgermeisterwahl 2011 gegen Dieter von Essen mit rund 800 Stimmen nicht eben knapp, aber auch nicht überdeutlich unterlag, will aus Altersgründen nicht noch einmal antreten. Jetzt möchte also der 51-jährige Lars Krause seinen Hut in den Ring werfen, vorausgesetzt die Mitgliederversammlung Ende Oktober stimmt zu.

Der Prozess der Kandidatenfindung verlaufe bei ihnen basisdemokratisch, betonen Kramer, Janßen und Krause unisono. Im August hatte Wilhelm Janßen alle Rasteder SPD-Mitglieder angeschrieben und um Mitwirkung gebeten. „Jeder hatte die Gelegenheit, sich zu bewerben oder mögliche Kandidatinnen und Kandidaten vorzuschlagen“, erklärt Janßen. Anfang dieser Woche war das Verfahren abgeschlossen, aus den eingereichten Bewerbungen fiel die Wahl des Vorstands – auch nach Rücksprache mit anderen Bewerbern – einstimmig auf Krause. „Entscheidend ist aber die Mitgliederversammlung“, unterstreicht Wilhelm Janßen.

„Ich freue mich über die Unterstützung des Vorstands und hoffe auf ein geschlossenes Votum der Mitglieder“, sagt Lars Krause. Und gibt sich schon jetzt kämpferisch: „Wenn die Versammlung zustimmt, dann bin ich nicht nur Kandidat, dann will ich Rastedes nächster Bürgermeister werden.“ Die dafür notwendigen Qualifikationen bringe er mit. „Ich bin seit 20 Jahren im Verwaltungsbereich tätig und hier auch mit juristischen Fragen betraut. Ich bin seit 32 Jahren Mitglied der SPD Rastede, bin stellvertretender Ortsvereins- und Fraktionsvorsitzender und mache seit 17 Jahren Kommunalpolitik im Gemeinderat.“ Kommunikation, überhaupt der Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern, habe für ihn Priorität. „Wir möchten es nicht nur ankündigen, wir wollen die Bürger konkret beteiligen“, erklärt Krause. Dazu gehöre auch die Wiedereinführung der Bürgerversammlungen. Nach fast 40 Jahren CDU an der Gemeindespitze sei es Zeit für Veränderungen. Bereits bei der letzten Kommunalwahl habe sich eine Wechselstimmung abgezeichnet, er sei optimistisch, sagt Krause. Und Rüdiger Kramer ergänzt: „Ich freue mich auf den Wahlkampf, das wird cool.“

Einen Wahltermin hat die Verwaltung bisher nicht mitgeteilt. Möglich, so meint Lars Krause, sei der 26. Mai 2019, dann findet die Europawahl statt.

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