Mühlenstraße, nächste Runde

Es geht voran mit der Rahmenplanung Mühlenstraße: Die Verwaltung hat Mittel aus dem Leader-Förderprogramm erhalten und einem Oldenburger Landschaftsarchitekturbüro den Zuschlag erteilt

Von Britta Lübbers

Ende Mai ist der Zuwendungsbescheid bei der Rasteder Gemeindeverwaltung eingegangen, berichtete Geschäftsbereichsleiter Stefan Unnewehr heute bei einem Pressegespräch im Rathaus. Aus dem Regionenförderprogramm Leader erhält die Gemeinde einen Anteil von 50 Prozent als Planungszuschuss für den Bereich Mühlenstraße. Die reinen Planungskosten belaufen sich laut Unnewehr auf 55 000 Euro, Leader übernimmt demnach 27 000 Euro. „Wir haben uns nach Landschaftsplanern umgesehen und vier Büros angeschrieben“, so Unnewehr weiter. Ein Büro aus Oldenburg hat den Zuschlag bekommen. „Entscheidend war allein die Qualität“, betont Unnewehr. Parallel zur bewilligten Förderung wurde ein weiterer Antrag gestellt, um auch für die nächsten Schritte Mittel aus dem Leader-Topf zu erhalten.

Mit der Beauftragung der Landschaftsplaner geht das Projekt Mühlenstraße – das zwischenzeitlich ins Stocken geraten war – in eine nächste Runde. Bereits 2015 hatten die politischen Gremien die Weichen zur Entwicklung des Bereichs um den aufgegebenen Sportplatz und das ihn umgebene Schlossparkareal gestellt, im Februar 2016 hatten drei Fachbüros ihre Nutzungskonzepte der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Frühjahr 2016 waren die Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, eigene Vorschläge einzureichen. Seit Mai 2017 ist auch Rastedes Kulturförderer und Projektentwickler Dr. Friedrich Scheele an der Planung beteiligt, er soll ein kulturhistorisches Konzept für den Residenzort ausarbeiten, bei dem der Schlosspark eine maßgebliche Rolle spielt.

Das Mühlenstraßen-Areal umfasst eine Fläche von rund 36 000 Quadratmetern und beinhaltet neben den Sportplatzflächen und dem Freibad z.B. auch die Sichtachsen zur Klostermühle, den Ellernhügel und die Parkflächen Richtung Turnierplatz. „In einem ersten Paket wird dies alles überplant“, sagte Stefan Unnewehr. Bestandsschutz haben der Waldkindergarten und die Tennisanlage. „Es wird einen sehr transparenten Planungsprozess geben“, kündigte Friedrich Scheele an und wies darauf hin, dass die Bürgervorschläge den Planern zur Verfügung gestellt werden. „Darunter sind bedenkenswerte Ideen, zum Beispiel die Errichtung eines Aussichtturms.“ „Es ist wichtig, dass wir die Leute mitnehmen“, unterstrich auch Stefan Unnewehr.

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