Acht Rasteder Sportler fahren Ende Mai zur Schwimm-Europameisterschaft der Masters nach London

Von Kathrin Janout

Die Vorbereitungen gehen in die heiße Phase, das Training wurde nochmal intensiviert. Wenige Wochen vor dem Abflug Richtung London steigt die Spannung bei den VfL-Masters. Acht Schwimmerinnen und Schwimmer reisen Ende Mai zu den Europameisterschaften in die britische Metropole. Die Wettkämpfe werden in der Olympia-Schwimmhalle von 2012 ausgetragen, auf die einzigartige Atmosphäre freuen sich die Rasteder besonders. Gerade mal eine Woche bevor Corinna Ralle-Köhler, Ellen Agthe, Birgit und Ulf Cronenberg, Frauke Dierks, Nico Winter, Evi Kusch und Denise de Vries auf den Startblock steigen, ziehen hier noch die Profischwimmer ihre Bahnen. In einer solchen Halle zu schwimmen, wird ein besonderes Erlebnis, da sind sich alle einig.

Die Masters-EM geht vom 25. bis zum 29. Mai, bereits am Dienstag der Woche fliegen sie ab. Trainerin Tanja Brunßen-Gerdes wird die Gruppe nicht begleiten, hilft ihnen aber, das Training so gut wie möglich auf die Anforderungen abzustimmen. Eine große Herausforderung sei der Start auf der 50-Meter-Bahn, weiß Evi Kusch. In Rastede trainierten sie ja nur auf 25 Metern. Gemeldet sind die Masters mit drei Staffeln. Außerdem starten sie in bis zu drei Einzeldisziplinen sowohl auf Kurz- als auch auf Langstrecken. Einige wären gern noch öfter angetreten, aber aufgrund der großen Teilnehmerzahl wurden die Starts begrenzt. Rund 10 000 Sportler nehmen an der EM teil, viel mehr als ursprünglich geplant. Auch die Veranstalter waren von diesem Ansturm überrascht.

Die Rasteder Masters freuen sich auf das Großereignis. „Es wird ein bisschen so, wie man es von Olympia aus dem Fernsehen kennt“, sagen sie. Wettbewerbserfahrung haben die Sportler übrigens schon bei den Norddeutschen Meisterschaften in Braunschweig und den Deutschen Meisterschaften in Gera gesammelt. Dabei sei allerdings deutlich geworden, dass andere Teilnehmer bessere Trainingsmöglichkeiten hätten, sagen die VfLer. Der Gruppe fehlten Trainingszeiten. Bei der Gemeinde hätten sie schon darum gebeten, zusätzlich eine Bahn mieten zu dürfen, jedoch ohne Erfolg. „Deshalb sind wir besonders stolz, dass wir es trotzdem so weit gebracht haben“, betonen sie.

Fünf Tage schwimmen in London – und wie erholt man sich da zwischen den Wettkämpfen? Haben sie vielleicht regenerative Maßnahmen geplant? „Natürlich relaxen im Pub“, scherzen die Sportler. Ob es aber tatsächlich ein Scherz bleibt, werden sie hinterher erzählen.

 

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