Eine Wandertanne für die Waldigel

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Dass Weihnachtsbäume nach dem Fest weiterleben können, finden die Waldigel klasse. In diesem Jahr haben sie nun selbst einen Baum, der im Anschluss an den Advent nicht entsorgt wird.

Von Britta Lübbers

Die Scholz Baumschul GmbH aus Bad Zwischenahn spendete dem Förderverein des Waldkindergartens eine Wandertanne, die der Verein an die Waldigel weitergab. Gruppenleiterin Daniela Havekost und ihre Kolleginnen Svenja Jonas und Debbie Paterok nutzten das Geschenk, um den Kindern das Thema Nachhaltigkeit näherzubringen. „Die Mädchen und Jungen finden die Idee einfach großartig, Weihnachtstannen nicht wegzuwerfen, sondern sie wieder einzupflanzen und auf diese Weise zu erhalten“, erzählt Daniela Havekost.

„Rund 30 Millionen Weihnachtsbäume werden pro Jahr allein in Deutschland gefällt“, weiß Kersten Scholz von der Baumschul GmbH. „Wir produzieren nicht für alle Weihnachtsbäume, aber alle Bäume, die wir produzieren, sollen weiter wachsen“, lautet der Slogan des Unternehmens. Rund 500 Jahre kann eine Nordmanntanne alt werden. „Wir möchten Tannen großziehen, die das auch schaffen“, lautet der ehrgeizige Anspruch der Gärtnerei. Das Prinzip ist simpel: Der Betrieb liefert die Bäume in Töpfen aus und holt sie später wieder ab, um sie erneut einzupflanzen. Im nächsten Advent beginnt die Reise von vorn. Auf diese Weise wechselt die Wandertanne im Lauf ihres Baumlebens immer wieder den Besitzer.

Die Waldigel haben ihren Baum sogleich mit weihnachtlichen Keksformen geschmückt. Auf jedem der 25 Förmchen steht der Name eines Kindes. „Das soll Glück für das kommende Jahr bringen“, erklärt Daniela Havekost. Ein Glück für den Baum ist die Tannenwanderung allemal.

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