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Unerreichte Blütenfarben der Rhododendron zu Pfingsten
Foto: Krause


Der Rhododendron und seine Begleiter
Ein Feuerwerk der Farben
Von Thomas Krause

Weltweit gibt es über 1000 Rhododendron-Arten, die meisten davon sind in Asien, etliche in Nordamerika beheimatet. Ihr Blütenspektrum umfasst die gesamte Farbpalette von strahlendem Weiß, hellem Gelb, leuchtendem Rot, kräftigem Orange bis hin zu einem dunkel-violetten Farbton. Um mit Rhododendren Erfolg zu haben, muss man die Standortbedingungen ihrer heimatlichen Wälder so gut wie möglich simulieren.

 

Der ideale Standort ist leicht beschattet, so dass die Rhododendren während der Mittagszeit nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Unsere heimische Wald-Kiefer (Pinus sylvestris) ist der optimale Schattenbaum fürs Rhododendron-Beet. Sie wirft mit ihren dünnen, langen Nadeln einen lichten Schatten und besitzt tiefe, wenig verzweigte Wurzeln, die den feinen Rhododendronwurzeln keine Konkurrenz machen. Der hohe Anteil an Feinwurzeln ist optimal, um aus den gut durchlüfteten Böden am Naturstandort die nötigen Nährstoffe aufzunehmen. Darüber hinaus sorgen die sich zersetzenden Nadeln für einen niedrigen pH-Wert, ohne den sich die Rhododendron und Azaleen nicht wohlfühlen. Der Rhododendron teilt seinen Lebensraum in der Natur mit vielen anderen Pflanzen. So sollte es auch im Garten sein. Als Hintergrund eignet sich die heimische Eibe. Dieses immergrüne Nadelgehölz ist gut schnittverträglich und gedeiht ebenfalls gut im Halbschatten.

Für den Vordergrund kann man das Schattengrün (Pachysandra) oder den Teppichhartriegel (Cornus canadensis) empfehlen. Wo wenig Platz ist, sollte der Zierwert der Begleiter umso höher sein. Viele Ahorn-Arten wie der Zimt-Ahorn (Acer griseum) oder der Rote Schlangenhaut-Ahorn (Acer capillipes) haben eine besonders auffällige Rinde, die sie auch im Winter zu einem Schmuckstück machen. Die Zaubernuss mit ihren im Winter erscheinenden Blüten eignet sich gut, da ihre hellen, gelben Blüten vor dem dunklen Hintergrund des immergrünen Rhododendrons leuchtende Punkte in der dunklen Jahreszeit setzen. Im weiteren Jahresverlauf, nach der Blüte der Rhododendren, entfaltet der Japanische Schlitzahorn seine Schönheit. Das rote, tief geschlitzte Blatt erfreut uns mit seiner Form und seiner gedeckten Farbe. Wer einen größeren Garten sein Eigen nennt, sollte auf den Blumen-Hartriegel nicht verzichten. Dieser dekorativ verzweigte Großstrauch entwickelt eine unglaubliche Blütenfülle im Mai und im Juni. Aus dem Reich der Stauden lassen sich Anemonen, Schaumblüte (Tiarella), Funkien und Cyclamen (Alpenveilchen) gut mit Rhododendren und Azaleen vergesellschaften. Wer in seinem Garten einen Teich besitzt, kann diesen mit Rhododendren perfekt in sein grünes Refugium einbinden, zumal kein Laub in den Teich eingetragen wird.

Die recht pflegeleichten Rhododendren benötigen keinen Schnitt. Nur abgebrochene oder abgestorbene Zweige sind zu entfernen. Das oft empfohlene Herausbrechen der verblühten Blüten sollte äußerst vorsichtig erfolgen, um die direkt darunter liegenden neuen Triebe nicht mit abzureißen. Diese aufwändige Arbeit, die dafür sorgt, dass die Energie für die entfallene Samenentwicklung der Pflanze zugute kommt, macht aber nur in den ersten Jahren Sinn. Größere und ausgewachsene Rhododendren erfreuen uns auch ohne diese mühevolle Arbeit im folgenden Jahr mir ihren kräftigen und leuchtenden Farben.

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