Ameisengefühl zwischen Holzgewächsen

Am Sonntag wurde die Schau „vom Holz“ im Palais Rastede eröffent. Die Gemeinschaftsausstellung der Holzbildhauer Ulrike Gölner, Klaus Hack, Reinhard Osiander, Ilka Rautenstrauch und Lothar Seruset ist noch bis zum 21. Mai zu sehen.

Von Ursula von Malleck

Wer in den nächsten Wochen die Ausstellungsräume des Palais besucht, wird das Gefühl haben, ein Zauberreich zu betreten – wird sich, wie Alice im Wunderland, in den unterschiedlichsten Welten wiederfinden, sich von ihnen einfangen lassen und mit ihnen in Beziehung treten. Es sind Welten aus Holz, geschaffen von fünf Bildhauern, die sich hier zu einer Gruppenausstellung zusammengefunden haben. Wie eine Ameise fühlt man sich, wenn man den Raum mit den an einen Blühpflanzen-Wald erinnernden Skulpturen von Ulrike Gölner betritt. Gekrönt von unterschiedlichen Samenkapseln winden sich schlanke „Gewächse“ fast bis zur Decke und „formieren sich zu einer kurvigen Choreografie“, wie der Kunstkritiker und Kulturjournalist Dr. Rainer Beßling in seiner Laudatio sagte. Reinhard Osianders fast lebensgroße Familie scheint „hingestellt, aber irgendwie auch abgestellt – als plastisches Abziehbild einer Lebensform“. Sie lässt – ebenso, wie die riesenhaften Köpfe von Kasperle, Krokodil und Cowboy – die eigene Biografie in die Betrachtung einfließen. In der oft sehr filigranen, weiß getünchten Holz-Welt von Klaus Hack begegnet man nicht nur dem Turmbau zu Babel in unterschiedlichen Interpretationen, sondern auch gesichtslosen figurativen Konstrukten, bei denen „Körperliches mit Dinghaftem, Naturhaftes mit Architektonischem verschmilzt“, wie Rainer Beßling ausführte.

Hinter jeder Tür tut sich eine neue Holz-Welt auf

Von einem anderen Stern könnten die Wesen sein, die Ilka Rautenstrauch aus dem Holz hervorgeholt hat. Auch in Lothar Serusets Welt aus Skulpturen und Holzdrucken steht der Mensch im Mittelpunkt. Ausdrucksstarke farbige Figuren in Säulenform sind mit Attributen ausgestattet und erzählen Geschichten, die sich jedem Betrachter anders erschließen.

Musikalisch untermalt wurde die Vernissage durch Joe Dinkelbach mit eigenen Jazz-Kompositionen am Klavier.

Lesen Sie den ausführlichen Text in der nächsten rasteder rundschau.

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