Wenn zwei Hände eine Big Band ersetzen

Die Boogie-Woogie-Soiree mit Christian Bleiming überzeugte auf ganzer Linie

Von Ursula von Malleck

Eine erwartungsfrohe, sachkundige Fangemeinde – ergänzt durch einige neue Gesichter – freute sich am Wochenende auf Christian Bleiming. Liebevoll „westfälischer Boogie-König“ genannt, begründete Bleiming seinen Ruhm als Solopianist der WDR-Talkshow „Theatercafe live“ und wurde 2015 mit dem „Pinetop Boogie Award“ in der Kategorie „Blues & Boogie Woogie Piano“ ausgezeichnet. Seine CD „Boogie Woogie With A Touch Of Blues“ war vor zwei Jahren für den Deutschen Schallplattenpreis nominiert – man durfte also gespannt sein. Bereits bei der Eröffnungsnummer „C.B.’s Shuffle Blues“ aus der Feder des Pianisten, begannen Füße zu wippen. Beim allseits bekannten „Pinetop’s Boogie Woogie“, den Christian Bleiming sehr gekonnt mit eigenen Arabesken und sogar Disharmonien versetzte, war allen klar, woher sein guter Ruf kommt, und dass dies wieder einmal ein sehr gelungener Abend werden würde.

Nach „Lady be good“ aus dem gleichnamigen Musical von George Gershwin konnte das begeisterte Publikum nicht mehr an sich halten und verfiel in rhythmisches Klatschen, denn nicht nur die Stücke aus eigener Feder, sondern auch alle bekannten Originale durchsetzte Bleiming immer wieder mit phantasievollen Ideen und verlieh ihnen dadurch einen unverwechselbaren eigenen Akzent.

Beim letzten Programmpunkt, dem „C-Jam Blues“ des Duke Ellington Orchestras, übertraf der Künstler sich selbst. Wenn zwei Hände eine ganze Bigband ersetzen, ist dies an Dynamik kaum zu überbieten.

Lesen Sie die ausführliche Besprechung in der kommenden rasteder rundschau.

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