Wortwitz, Situationskomik und ausgefallene Charaktere

Das Ensemble vom „Flüsterkasten Loy“ begeistert das Premierenpublikum im Gasthof zu Loyerberg mit der Aufführung „Nee, nich nochmol so een Nacht“

Von Anna Papenroth

Bereits kurz nach Bekanntwerden der Termine waren die aktuellen Aufführungen auch schon ausverkauft. Nun feierte das Ensemble vom “Flüsterkasten Loy” mit der Premiere des neuen Theaterstücks einen großen Publikumserfolg. Erstmalig unter der Regie von Susanne Freels begeisterte das Lustspiel „Nee, nich nochmol so een Nacht“ von Elisa Karg, ins plattdeutsche übertragen von Günter Drewes, die Zuschauer mit ausgesuchter Situationskomik, Wortwitz und komischen Charakteren. Schon im ersten Akt wurde deutlich, welche Rolle die Ehefrau und Mutter Trudi (Meike Knapp) in der Familie Akkermann ausfüllt. Jedes Familienmitglied stellte Wünsche und Forderungen an die „Alleskönnerin“. Die beiden Söhne Michael (Christian Alberts) und Dieter (Timo Krummacker) wussten Mama zu beschäftigen, ebenso wie Schwiegervater „Fredi“ (Klaus Dörgeloh). Allen voran aber war Ehemann Alfred (Christian Freels) stets auf sein eigenes Wohl bedacht. Als regelrechter Haustyrann erschien er auf der Bühne. Beim Anblick dieses Verhaltens konnte sich auch das Publikum manch einen Kommentar nicht verkneifen, was zu großem Gelächter und ungewohnten Dialogen führte.

Im Mittelpunkt des Geschehens auf der Bühne steht in diesem Stück die Jubiläumsveranstaltung der Feuerwehrkapelle. Vater Alfred, Brandmeister der Feuerwehr und Hauptorganisator des großen Fests, hat Ehefrau Trudi und die Söhne zum Helfen eingeteilt. Schließlich sollte Opa „Fredi“ als Fahnenträger der Kapelle für 50-jährige Mitgliedschaft geehrt werden. Die Nerven der Familie sind angespannt. Die Stimmung spitzt sich zu als plötzlich Opas Kurschatten Rita (Kerstin Hullmann) auftaucht und außerdem Trudis Schulfreundin Zita (Sivia Baumgartner) kurzfristig zu Besuch kommt. In diesem Durcheinander gerät nun auch noch Dieters Freundin Anita (Anne Dörgeloh) zwischen die Fronten. Als Trudi als erste nach dem Fest nach Hause kommt, nimmt das Chaos seinen Lauf.

Situationskomik, Dialoge und die überraschenden Regieeinfälle machten diesen Theaterabend zu einem vollen Erfolg. Hin und wieder brachte das schallende Gelächter des Publikums die Akteure sogar kurz aus dem Konzept. Sehr zur Freude von Olaf Greve, der dann als „Topuster“ eingreifen durfte.

Für die weiteren Aufführungen nach der Premiere musste die Rolle der Zita übrigens kurzfristig umbesetzt werden. Da Silvia Baumgartner erkrankte, übernahm Andrea Herder ihren Part. Obwohl sie nur zwei Tage Zeit hatte, um den Text zu lernen, meisterte sie ihre Aufgabe mit Bravour.

 

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