Das alte und das neue Berlin

Der Rasteder Ulrich Kropp zeigt ungewöhnliche Fotografien aus dem alten West-Berlin und Motive aus der Gegenwart. Die Ausstellung wird am Sonntag, 14. Januar, 11.15 Uhr, im Heimatmuseum Wiefelstede, Hauptstraße 11, eröffnet und ist bis zum 22. Februar zu sehen.

Von Britta Lübbers

Das geteilte Deutschland fasziniert Ulrich Kropp, der als Lehrer für Erdkunde und Deutsch am Lothar-Meyer-Gymnasium in Varel arbeitet, immer noch. Im Heimatmuseum Wiefelstede hat er bereits verschiedene Ausstellungen zum Thema gezeigt, darunter „Das Erbe der Sonnensucher“. Unter dieser Überschrift beschäftigte sich Kropp mit dem Uranerz-Tagebau in der ehemaligen DDR. Der dort gewonnene Rohstoff wurde für sowjetische Atombomben und in ostdeutschen Kernkraftwerken verwendet.

Diesmal steht Berlin im Mittelpunkt der Fotoschau. „Das alte West-Berlin verschwand mit der Wiedervereinigung ganz Berlins, ab den 1990er Jahren verlagerte sich der Neuaufbau gen Osten“, erklärt Kropp. Inzwischen wurde auch der Westteil der Stadt aufgewertet, der Kurfürstendamm hat neuen Glanz erhalten, Bürokomplexe und Hotels entstanden am Bahnhof Zoo, der Zoo-Palast und das Bikini-Haus wurden rekonstruiert. „Und zwischen Gedächtniskirche und Hardenbergplatz bringt ein Masterplan die Entwicklung voran“, sagt Kropp. Davon – und von den Jahren zuvor – erzählt seine Ausstellung. „Ich habe mich auf eine außergewöhnliche Motivsuche ins West-Berlin der Gegenwart begeben, dokumentiere aber auch die Relikte der 1950er bis 1990er Jahre, zum Beispiel den Kreuzberger Kiez, die Bausünden der 1970er Jahre, die Hausbesetzungen, den damaligen politischen Sonderstatus West-Berlins und den Transitverkehr“, erzählt Kropp, der selbst in die Fotoschau einführen wird.

Gezeigt werden rund 80 Aufnahmen, die alle mit erklärenden Legenden versehen sind. Zusätzlich informieren Texttafeln über Berlin, insbesondere die „City-West“. Auch werden Filme gezeigt, die zwischen 1925 und 2000 entstanden sind und Berlin zum Thema haben. „Über Hörsäulen wird Musik erlebbar und durch ein interessantes Filmprogramm der gesellschaftliche Hintergrund dargestellt“, kündigt Ulrich Kropp an.

Die Ausstellung samt Beiprogramm ist jeweils samstags von 16 bis 18 Uhr und sonntags von 14 bis 18 Uhr zu sehen.

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