Kein zweiter Aufguss für Rasteder Sauna

Einstimmig hat sich der Kultur- und Sportausschuss am Dienstag gegen eine Wiederaufnahme des Saunabetriebs im Hallenbad ausgesprochen. Grund sind die hohen Kosten, zumal die betagte Anlage umfassend saniert werden müsste.

Von Britta Lübbers

Die Sauna wurde 1980 zusammen mit dem Hallenbad eröffnet, nachdem der letzte Pächter 2013 ausgeschieden war, hatten die Schwimmmeister der Gemeinde die Arbeit mit übernommen. Im Mai vergangenen Jahres wurde die Sauna endgültig geschlossen. Dagegen formierte sich Widerstand. Stammgäste legten im Februar eine Liste mit 38 Unterschriften für die Sanierung des Schwitzbads und dessen Wiedereröffnung vor.

„Ein Saunabetrieb ist nicht Aufgabe einer Kommune“, sagte André Düring von der Verwaltung. Laut Statistik war die Sauna im Hallenbad in den vergangenen drei Jahren stark defizitär. Durchschnittlich 159 Gäste im Monat hatten die Sauna von 2014 bis 2016 besucht, der Eintrittspreis betrug im Mittel 13 Euro.

„Um den Verlust von durchschnittlich 40 700 Euro auszugleichen, müssten die Eintrittspreise um ca. 28 Euro pro Karte erhöht werden“, rechnete Düring vor. Hinzu kommt, dass die Anlage sanierungsbedürftig ist. In einer Auftragsstudie aus dem Jahr 2012 für Sauna und Hallenbad wurden die Modernisierungskosten auf 1,4 Millionen bis 2,1 Millionen Euro geschätzt.

Düring wies auch auf Alternativen für die Stammgäste hin. So gibt es eine Sauna im Park Sport (Im Göhlen) und im Fitnessland (Bürgermeister-Brötje-Straße). Auch das Hotel Zum Zollhaus in Kleibrok plane einen separaten Saunabetrieb.

„Das zahlen wir niemals ab, das müssen wir gar nicht beraten“, kommentierte Benjamin Dau (SPD) den nötigen Aufwand.

„Ein Bäderbetrieb ist nie kostendeckend“, wandte Sabine Eyting (Grüne) ein. „Wenn wir das Gesamtkonzept Hallenbad diskutieren, könnte die Sauna wieder ein Thema sein, aber nicht zum gegenwärtigen Zeitpunkt.“ Wegen des engen Finanzrahmens der Gemeinde müsse jede Maßnahme auf ihre Notwendigkeit geprüft werden. „Hier geht es um einen begrenzten Personenkreis, der zudem Alternativen hat“, so Eyting.

Lesen Sie den ausführlichen Bericht in der nächsten rasteder rundschau.

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