Rat segnet Nachtragshaushalt ab

Die Gemeinde Rastede braucht zusätzliche Kredite in Höhe von 1,8 Millionen Euro. Im September hatte bereits der Finanz- und Wirtschaftsausschuss dem Nachtragshaushalt 2017 zugestimmt, gestern gaben die Ratsmitglieder auf ihrer Sitzung in Bekhausen grünes Licht.

Von Britta Lübbers

Die Nachtragshaushaltssatzung sieht vor, die Kreditermächtigung von bereits 8,2 auf ca. 10,1 Millionen Euro zu erhöhen. Auch soll der Gesamtbetrag aus den Verpflichtungsermächtigungen (Vorgriff auf spätere Haushaltsjahre) von 9,9 auf 11,9 Millionen angehoben werden.

War die Stimmung in der vergangenen Woche im Fachausschuss noch spürbar angespannt, zeigten sich die Ratsmitglieder auf ihrer Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus Bekhausen gestern gelassen. „Wir regeln, was uns lieb und teuer ist, das ist die Zukunft unserer Kinder“, sagte Susanne Lamers (CDU) mit Verweis auf den millionenschweren Ausbau von Betreuungsplätzen. Anfangs habe man in ihrer Fraktion noch gestutzt und sich gefragt: Woher kommen die vielen Kinder, haben wir etwas falsch gemacht? Aber ein Blick in andere Ammerland-Kommunen habe gezeigt, dass auch hier Politik und Verwaltung vor denselben Herausforderungen stehen. „Die Verwaltung hat uns nicht zu spät informiert und wir haben auch nichts falsch gemacht“, resümierte Lamers.

„Wir schießen Geld für Kitas nach und stellen Wohnbaugrundstücke zur Verfügung, das ist gut ausgegebenes Geld“, meinte auch Rüdiger Kramer (SPD). „Es ist vernünftig, die Kredite jetzt aufzunehmen, weil wir eine Niedrigzinsphase haben.“

Sabine Eyting (Grüne) wies darauf hin, dass ihre Fraktion seit langem ein Kataster für Altimmobilien fordert. „Damit hätten wir feststellen können, wann ein Umbruch in den Wohngebieten erfolgt und wären von der Welle der Kinder nicht so überrollt worden.“ Es wäre klüger gewesen, stärker in den vorhandenen Gebieten zu planen. „Aber jetzt müssen wir natürlich allen Kindern gerecht werden“, erklärte die Grüne.

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