Das Fremdsein verliert sich beim Volkstanz

Zum fünften Mal trafen sich geflüchtete Menschen und Ehrenamtliche aus der Flüchtlingshilfe zur Fortsetzung des Projekts „Fremdsein überwinden“ im Ev. Bildungshaus in Rastede

rr | Themen waren u.a. „Vorurteile“ und „Heimat“. Und wieder hatten die Leiter der Veranstaltung, Heike Scharf, Swen Engel und Uwe Fischer, auf Spiel und Tanz zur Bearbeitung gesetzt. „Uns fällt immer wieder auf, wie gerne die Teilnehmer tanzen und welche Freude sie entwickeln den ,steifen‘ Norddeutschen syrische, kurdische oder afrikanische Tänze beizubringen“, sagte Uwe Fischer im Anschluss an den Workshop. Dass aber auch die Ammerländer tanzen können, erlebten die Seminarteilnehmer, als völlig überraschend die Ammerländer Volkstanzgruppe „Hans Lüers“ in original Trachten und Tanzkleidern erschien und Tänze wie den „Hermsdorfer Dreikehr“ oder die „Dölziger Mühle“ präsentierte. Die Darbietungen wurden mit herzlichem Applaus und Anerkennung für die tänzerische Leistung aufgenommen. Große Freude bereitete es den Teilnehmern aus Botswana, Eritrea, Syrien, Afghanistan, Iran und der Türkei, einige Tänze selbst zu erlernen. Der Abend entwickelte sich schnell zu einer internationalen Begegnung, bei der natürlich auch gemeinsame syrische Volkstänze nicht fehlen durften. Mit dem in Tanzkreisen weltweit bekannten „Bumsklapp- Gruß“ verabschiedeten sich die sechs Tänzer und Musiker von der „Fremdsein-Gruppe“, die nun gar nicht mehr fremd war.

Ein Wiedersehen ist fest eingeplant, vielleicht ja schon am 27. August, wenn im Ev. Bildungshaus Ergebnisse des Projekts öffentlich präsentiert werden und Gäste eine Kunstausstellung, Musik und Theater erleben können.

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