„Weil Tiere daran sterben könnten“

Die drei Rasteder Waldkindergartengruppen trafen sich zur gemeinsamen Müllsammelaktion im Schlosspark

Von Kathrin Janout

Kurzerhand wurde der Bollerwagen heute Morgen in eine Müllabfuhr verwandelt und die drei Rasteder Waldgruppen zogen los, um den Schlosspark – und damit ihr Kindergartenrevier – von lästigem Müll zu befreien. Drei volle blaue Säcke, ein kaputtes Fenster und eine orange Decke waren die Ausbeute von gerade mal einer Stunde Arbeit.
Ausschlaggebend für die gemeinsame Sammelaktion von „Waldis“, „Igeln“ und „Finken“ war ein Ereignis vor etwa zwei Wochen. „In der Nähe der Meldehütte trafen wir eine Frau mit einem Hund, der verzweifelt jaulte“, berichtet Erzieher Tim Lauterbach von den „Waldis“. Der Hund war im Gestrüpp herumgelaufen und hatte sich in Natodraht verfangen. Lauterbachs Kollegin Petra Müller half, den Hund zu befreien. „Da haben wir uns gedacht, es muss etwas passieren.“ Immer wieder finden die Waldgruppen beim Spielen Scherben und anderen Müll.
Warum man keinen Müll in die Natur schmeißen darf, wissen die Kindergartenkinder schon genau. „Weil Tiere daran sterben könnten“, rufen sie auf Nachfrage von Tim Lauterbach, „oder sich verletzen“. Sofort erinnerten sie sich auch an eine Geschichte, die Klaus Meyer von der Wildtierauffangstation ihnen vor langer Zeit erzählt hatte. Ein Igel sei mit dem Kopf in einem Joghurtbecher steckengeblieben und nicht mehr herausgekommen. So etwas soll nicht noch einmal passieren.

 

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